Dividende

Wir verfügen über eine starke finanzielle Basis und beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Gleichzeitig halten wir am Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 für den Verschuldungsgrad fest.

Die Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media AG hat für das Geschäftsjahr 2013 die Zahlung einer Dividende von 1,47 Euro je dividendenberechtigter Namens-Stammaktie beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 313,4 Mio Euro sowie einer Ausschüttungsquote von 82,5 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses.

Dividendenstichtag ist der Tag der Hauptversammlung (26. Juni 2014). Dividendenberechtigt sind somit alle Stammaktionäre, die am Tag der Hauptversammlung ProSiebenSat.1-Aktien besitzen. Die Dividende wurde am 27. Juni 2014  ausgezahlt.

Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Unternehmenserfolg. Wir beabsichtigen, unsere ertrags-orientierte Dividendenpolitik auch in Zukunft fortzuschreiben und jährlich eine Dividende von 80 bis 90 Prozent bezogen auf den bereinigten Konzernjahresüberschuss auszuschütten. Zugleich halten wir an unserem definierten Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 für den Verschuldungsgrad fest.

Informationen zur Besteuerung der Dividende

  • Welcher Anteil der vorgeschlagenen Dividende, die in der Jahreshauptversammlung am 26. Juni 2014 beschlossen (und am 27. Juni 2014 ausbezahlt) wurde, wird aus dem steuerlichen Einlagekonto bezahlt?

    Die vorgeschlagene Dividende je Namens-Stammaktie beträgt EUR 1,47. Von diesem Betrag werden nach vorläufigen Berechnungen und insoweit unverbindlich EUR 0,23 aus dem steuerlichen Einlagekonto und daher ohne Einbehalt von Kapitalertragsteuer gezahlt. Der verbleibende Dividendenbetrag von vorläufig EUR 1,24 unterliegt grundsätzlich einem Kapitalertragsteuereinbehalt in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, d.h. insgesamt 26,375 % (zzgl. ggf. Kirchensteuer). Bei weiteren Fragen zur Dividendenbesteuerung wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.

    Zusätzliche Informationen für natürliche Personen:

    Die nachfolgenden Ausführungen stellen keine steuerliche Beratung dar, sondern beschreiben lediglich bestimmte allgemeine deutsche Besteuerungsgrundsätze, die im Zusammenhang mit der Ausschüttung bedeutsam werden können. Aktionäre sollten sich zur Beurteilung der steuerlichen Behandlung der Dividendenausschüttung an ihren steuerlichen Berater wenden.

    Die nachfolgenden Absätze gelten ausschließlich für Aktionäre, die natürliche Personen sind und ihre Aktien im Privatvermögen halten. Ob solche Aktionäre Steuerinländer für Zwecke der Darstellung sind, beurteilt sich danach, ob sie in Deutschland - z.B. aufgrund ihres Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltes - unbeschränkt steuerpflichtig sind.

    Steuerinländer

    Die Dividenden sind grundsätzlich den Regeln der sog. Abgeltungsteuer unterworfen. Danach werden von der Dividende pauschal 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, insgesamt also 26,375 % (zzgl. ggf. Kirchensteuer), einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Ein Steuerabzug unterbleibt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. soweit die Aktionäre ihrer Depotbank eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt oder einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilt haben und das darin angeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.

    Der Steuerabzug erfolgt unabhängig vom persönlichen Steuersatz und hat grundsätzlich Abgeltungswirkung, d.h. er führt grundsätzlich ohne weitere Veranlagung zu einer definitiven Besteuerung. Allerdings gibt es hiervon Ausnahmen. So kann die Dividende z.B. auf Antrag zusammen mit allen übrigen Kapitalerträgen des Aktionärs in die Einkommensteuerveranlagung einbezogen werden, wenn dies zu einer niedrigeren individuellen Einkommensteuer führt (z.B. aufgrund eines niedrigeren individuellen Steuersatzes, eines nicht ausgeschöpften Sparer-Pauschbetrags oder zu berücksichtigender Verluste); ein Abzug der tatsächlich entstandenen Werbungskosten ist allerdings - jedenfalls nach der einschlägigen Verwaltungsauffassung - im Anwendungsbereich der Abgeltungsteuer generell nicht möglich.

    Die vorstehend beschriebenen Grundsätzen finden keine Anwendung, soweit für die Ausschüttung Beträge aus dem steuerlichen Einlagekonto als verwendet gelten: Ausschüttungen aus dem Einlagekonto sind grundsätzlich steuerfrei (jedenfalls wenn der anteilige Betrag aus dem steuerlichen Einlagekonto unter den jeweiligen Anschaffungskosten der Aktie liegt) und werden ohne Abzug von Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ausgezahlt. Allerdings geht die Finanzverwaltung davon aus, dass der Auskehrungsbetrag insoweit grundsätzlich die Anschaffungskosten der Anteile mindert. Wegen Einzelheiten sollten sich Aktionäre an ihren steuerlichen Berater wenden.

    Steuerausländer

    Steuerausländer sind hinsichtlich der Dividende in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, d.h. auch für sie gelten grundsätzlich die Regeln der sog. Abgeltungsteuer. Dies bedeutet insbesondere, dass von der Dividende pauschal 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, insgesamt also 26,375 %, einbehalten werden, soweit keine Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgt (vgl. oben).

    Dividendenzahlungen an ausländische Aktionäre können einer ermäßigten Kapitalertragsteuer unterliegen, wenn dies in einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Land der steuerlichen Ansässigkeit des Aktionärs bestimmt ist. Die Ermäßigung wird dadurch gewährt, dass der Differenzbetrag zwischen der einbehaltenen Kapitalertragsteuer und der Steuerschuld, die sich aus dem Steuersatz des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens ergibt, erstattet wird. Ein entsprechender Erstattungsantrag ist unter Beachtung von Formalien und Fristen beim Bundeszentralamt für Steuern (An der Küppe 1 in D-53225 Bonn oder http://www.bzst.bund.de) zu stellen.

    Ob und in welchem Umfang Steuerausländer die Dividenden im Land ihrer steuerlichen Ansässigkeit versteuern müssen, bestimmt sich nach dem Steuerrecht des betreffenden Landes.

5-Jahres-Übersicht

In Euro

2013

2012

2011

2010

2009

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

Anzahl Aktien in Mio.1

218,8

218,8

218,8

218,8

218,8

Bereinigtes Ergebnis je Aktie2

1,60

1,97

3,23

1,69

0,88

Dividende je dividendenberechtigter Stammaktie

1,47

5,63

1,15

1,12

0,00

Dividende je dividenden-berechtigter Vorzugsaktie

./.

5,65

1,17

1,14

0,02

Ausschüttung in Mio3

313,4

1.201,4

245,7

241,2

2,07

Ausschüttungsquote

82,5%

289,0%

79,44%

67,5%

1,1%

Ex Dividende Datum

27.06.2014

24.07.2013

16.05.2012

04.07.2011

30.06.2010

1Einheitliche Aktiengattung seit dem 16. August 2013 (Umwandlung der nicht stimmberechtigten Inhaber-Vorzugsaktien in stimmberechtigte Namens-Stammaktien).

 

2Für die Geschäftsjahre 2009 bis 2012 wird das unverwässerte Ergebnis je Inhaber-Vorzugsaktie dargestellt. Nach Zusammenlegung der Aktiengattungen im August 2013 wird das unverwässerte Ergebnis je Namens-Stammaktie ausgewiesen. Basis der Ermittlung ist der bereinigte Konzernüberschuss (underlying net income).

 

3Die ProSiebenSat.1 Media AG hielt zum Zeitpunkt der Hauptversammlung eigene Vorzugsaktien. Von der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar gehaltene eigene Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.

 

4Bezogen auf den bereinigten Jahresüberschuss der Gruppe aus fortgeführten Aktivitäten nach Drittanteilen.

Aktienkurs24.10.2014
Aktionärshotline
  • Sie sind Aktionär und haben Fragen? Dann erreichen Sie uns unter der kostenlosen Hotline 08000 - 777 117. Natürlich können Sie uns auch per E-Mail kontaktieren: Aktie@ProSiebenSat1.com