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»Für mich war immer klar, dass ich Elternzeit nehmen werde.«

Frank Wolkenhauer betreut als Senior Redakteur Kommunikation/PR Entertainment TV-Formate wie „The Voice of Germany“ und hat bei ProSiebenSat.1 bereits zum zweiten Mal Elternzeit genommen.

Elternzeit ist eine großartige Chance, die intensive Anfangszeit mit dem eigenen Baby zu verbringen und eine starke Bindung aufzubauen, findet Frank Wolkenhauer, Senior Redakteur Kommunikation/PR Entertainment bei ProSiebenSat.1 und Familienvater. Er hat bereits zum zweiten Mal Elternzeit genommen und festgestellt, dass die Unterschiede zwischen Job und Papa sein gar nicht so groß sind: Ruhe bewahren, Organisationstalent, ein gutes Zeitmanagement und Anpassungsfähigkeit. Genau das war gefragt, als er für zwei Monate den Haushalt geschmissen und sich Vollzeit um seine beiden Kinder gekümmert hat.
»Ich bin überzeugt, dass nicht nur Mitarbeiter oder Väter von der Elternzeit profitieren, sondern auch der Arbeitgeber.«

„Ich wollte immer ein Vater sein, der eine intensive Bindung zu seinen Kindern hat. Mir ist es wichtig, Zeit mit ihnen zu verbringen und sie im Alltag zu begleiten. Wie für viele junge Väter ist für mich Erziehung nicht nur Sache der Mutter. Deshalb war für mich immer klar, dass ich Elternzeit nehmen werde. Meine Tochter Emilia wurde vor fünf Jahren geboren, Lukas ist jetzt zwei Jahre alt. Wenn ich voll arbeite, beschränkt sich der Kontakt mit meinen Kindern auf das Aufstehen, Anziehen, Frühstücken und in den Kindergarten bringen. Mit etwas Glück sehe ich die beiden nochmals kurz, bevor sie ins Bett gehen. Während der Elternzeit war das anders, da war ich Vollzeit-Papa mit allem Drum und Dran und habe das sehr genossen: Einkaufen gehen, Essen vorbereiten, Brei Kochen, Lukas mittags schlafen legen, Emilia aus dem Kindergarten abholen, auf den Spielplatz oder ins Schwimmbad gehen, Bücher vorlesen – einfach den Tag gemeinsam erleben.

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Credits hw.design 2015
PR-Redakteur Frank Wolkenhauer hat bei ProSiebenSat.1 bereits zum zweiten Mal Elternzeit genommen.

Meine Frau hat tageweise gearbeitet. Zugegeben: Alleine mit zwei kleinen Kindern, das ist schon eine Herausforderung und ganz schön anstrengend. Ein Tag mit Kindern verläuft selten nach Plan. Manchmal ist das fast anstrengender als ein Tag im Büro. Zumindest ist immer volle Aufmerksamkeit gefragt – Zeit für eine Kaffeepause bleibt da nicht. Doch jede Minute ist es wert! Wie Michael Mittermeier so schön sagt: ‚… wenn’s einmal lächelt …‘.

Für mich war es ein großes Geschenk, das erste Brabbeln, das erste Krabbeln und Aufstehen live mitzuerleben. Lukas erstes ‚Wort‘ war übrigens ‚Baba‘. Ob er damit tatsächlich mich gemeint hat? Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut.

Das Team hat meine Pläne von Anfang an unterstützt

Mein Chef hat mich von Anfang an bei meiner Elternzeit-Planung unterstützt. Ich habe mit ihm den Zeitraum besprochen, der für meine Frau und mich gepasst hat, aber auch für meine Kollegen, die mich vertreten haben, gut zu managen war. Ich arbeite bei ProSiebenSat.1 TV Deutschland in der Abteilung Kommunikation/PR. Hier betreue ich die Pressearbeit für Formate wie ‚The Voice of Germany‘ oder ‚The Voice Kids‘. Meine Kollegen haben mir nie das Gefühl gegeben, ‚der geht jetzt in Erziehungsurlaub und überlässt uns seine Arbeit‘. Wir sind ein super Team, arbeiten gerne zusammen und unterstützen uns gegenseitig – das merkt man in solchen Situationen ganz besonders. Und so wie meine Kollegen mich vertreten haben, vertrete ich sie selbstverständlich auch jederzeit gerne.

Damals bei Emilia war ich der erste Vater in der Abteilung, der in Elternzeit gegangen ist. Die zwei Kollegen, die nach mir Väter geworden sind, haben ebenfalls zwei Monate Elternzeit genommen. Das wird in unserer Abteilung unterstützt und alle bestärken einen darin, diese Auszeit für die Familie zu nehmen.

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Credits hw.design 2015
Nach der Elternzeit kam Frank Wolkenhauer geistig frisch und hoch motiviert zurück in den Job.

Als ich nach zwei Monaten wieder ins Büro kam, starteten gerade die Aufzeichnungen für die Blind Auditions bei ‚The Voice of Germany‘. Da war also nichts mit sanftem Einstieg; ich war gleich wieder mitten drin – im Thema und im Team. Ich kann nicht behaupten, dass ich physisch total erholt und entspannt zurückgekehrt bin. Dazu schlafen Emilia und Lukas einfach zu wenig – was auch seine Vorteile hat: Morgens um sieben muss man auf dem Markt bei keinem Stand lange anstehen. Aber ich hatte den Kopf richtig frei. Nach der Auszeit war ich geistig frisch und hoch motiviert. Ich habe mich total auf die Arbeit und meine Themen gefreut. Ich bin deshalb überzeugt, dass nicht nur Mitarbeiter oder Väter von der Elternzeit profitieren, sondern auch der Arbeitgeber. Chef und Kollegen bekommen im besten Fall einen glücklichen, ausgeglichenen Mitarbeiter zurück, der mit neuen Ideen und großem Elan wieder ans Werk geht.

Es gibt nichts Wertvolleres, als am Stück eine intensive Zeit mit seinen Kindern zu verbringen

Diese gemeinsame Alltagszeit kann ich nur jedem empfehlen. Seitdem ich wieder voll in meinen Job eingestiegen bin, muss ich mich auf unser morgendliches Aufsteh-Fertigmach-Programm beschränken. Zum Abschied winkt uns Lukas und abends empfangen mich die Kinder mit einem strahlenden Lächeln – so findet jeder (Arbeits-) Tag einen schönen Abschluss.“