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»Es ist wichtig, niemanden auszuschließen.«

Sabrina Himmelreich, COACH BEI »STARTSOCIAL«

Gemeinsam hoch hinaus

Tansania, Kilimandscharo, 5.895 Meter Höhe: Sabrina Himmelreich hat gerade die letzte Etappe ihrer siebentägigen Klettertour hinter sich gebracht, als sie die Mail von startsocial bekommt. Ob sie in diesem Jahr beim Wettbewerb zur Förderung sozialer Projekte einen Kletterverein unterstützen möchte? Sabrina sagt sofort zu. Denn mit dem Projekt teilt sie nicht nur ihre Begeisterung für soziales Engagement, sondern auch ihre Leidenschaft für sportliche Herausforderungen.

startsocial gibt es seit 2001. Hier beraten Experten aus der Wirtschaft und von sozialen Institutionen Gründer gemeinnütziger Projekte. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. ProSiebenSat.1 hat diese Initiative unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ mitgegründet und unterstützt sie von Anfang an. Inzwischen ist Sabrina Himmelreich bereits zum zweiten Mal als Coach bei startsocial dabei. Wenn die 28-Jährige nicht gerade den höchsten Berg Afrikas besteigt, arbeitet sie als Managerin bei ProSiebenSat.1 im Bereich Strategy & Business Development.

„Ich will da rauf e.V.!“
Sabrina, welches Projekt betreust Du bei startsocial?

Sabrina Himmelreich: Ich unterstütze die Initiative „Ich will da rauf e.V.!“. Der Verein bietet seit 2008 Kletterkurse für Kinder und Erwachsene an. Im Zentrum steht das Thema Inklusion: Jeder, der Freude am Klettern hat, ist willkommen – ob mit oder ohne Behinderung.

Wie sieht Deine Unterstützung aus?

Sabrina Himmelreich: startsocial stellt jedem Projekt zwei Coaches zur Seite. Ich durfte das dreiköpfige Vereins-Team zusammen mit Thomas Hinz von der Allianz betreuen. Dabei hat sich Thomas vor allem um Finanzthemen gekümmert und ich habe mein Wissen in den Bereichen Marketing, CSR und Strategie eingebracht. Wir haben uns also sehr gut ergänzt.

Sabrina Himmelreich (2.v.r.) mit Projektpartner Thomas Hinz (2.v.l.), Katrin Eisenhofer und Stefan Milbert (beide „Ich will da rauf e.V.!“)
Wie seid Ihr konkret vorgegangen?

Sabrina Himmelreich: Zunächst haben wir gemeinsam eine Vision definiert: „Ich will da rauf!“ möchte deutschlandweit Inklusionsbotschafter werden und sich für ein selbstverständliches Miteinander aller Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – einsetzen.  Daraus haben wir konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, beispielsweise ein Fundraising-Konzept für Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten. In einem Kreativworkshop, den Thomas und ich moderierten, haben wir zudem Probleme definiert, mit denen der Verein in der Vergangenheit konfrontiert war, und gemeinsam Lösungen dafür entwickelt. So wollen wir beispielsweise künftig noch mehr Trainer ausbilden und zusätzliche Kletterkurse anbieten.

»Im Zentrum steht das Thema Inklusion: Jeder, der Freude am Klettern hat, ist willkommen – ob mit oder ohne Behinderung.«
Wie viel Zeit hast Du neben Deiner eigentlichen Arbeit bei ProSiebenSat.1 in das Projekt investiert?

Sabrina Himmelreich: Die intensive Coaching-Phase ist Oktober 2016 gestartet und hat vier Monate gedauert. Währenddessen habe ich den Verein etwa fünf bis acht Stunden pro Woche unterstützt. Darauf schloss sich eine Phase der Nachbetreuung an, die etwas weniger zeitaufwendig ist und die bis heute andauert.

Konntest Du auch etwas für Dich persönlich aus der Coaching-Arbeit mitnehmen?

Sabrina Himmelreich: Bei meinem Job bei ProSiebenSat.1 stelle ich unter anderem Projektteams zusammen und steuere sie anschließend. Gerade hier ist Feingefühl gefragt: Es ist wichtig, niemanden auszuschließen und das Beste aus jeder Situation herauszuholen. Ich muss mir also überlegen, wie die Zusammenarbeit für alle Teammitglieder erfolgreich gestaltet werden kann – und genau darauf kam es auch bei „Ich will da rauf!“ an.

Was wünschst Du Dir für „Ich will da rauf!“?

Sabrina Himmelreich: Wir wollen auch andere Vereine für die Idee eines inklusiven Klettervereins begeistern. Dazu organisieren wir gerade eine Deutschlandtour mit einem Kletterturm. Außerdem arbeiten wir an einer neuen Branding-Strategie, um den Verein noch bekannter zu machen und versuchen laufend, neue Sponsoren zu gewinnen. Mein Herzenswunsch ist eine langfristige Kooperation mit einem Unternehmen – das würde auch beim Thema Finanzierung vieles verändern. Außerdem hoffe ich, dass alle Teammitglieder weiterhin mit so viel Leidenschaft und Energie bei dem Projekt dabei sind – schließlich will „Ich will da rauf!“ noch hoch hinaus.

ÜBER STARTSOCIAL

Viele engagierte Gründer haben tolle Ideen für soziale Projekte, stoßen aber bei der Umsetzung häufig auf ganz praktische Probleme. Hier kommt startsocial ins Spiel: Bei dem Wettbewerb beraten rund 500 Experten aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und sozialen Institutionen während einer viermonatigen Coaching-Phase ausgewählte soziale Projekte. Eine Jury wählt aus 100 Projekten die besten 25 aus; sieben erhalten von Schirmherrin und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Auszeichnung. Die ProSiebenSat.1 Group hat den Wettbewerb mitbegründet und fördert diesen seit 2001 mit Medialeistung und Know-How. Zusätzlich unterstützen ProSiebenSat.1-Mitarbeiter die startsocial-Stipendiaten als Coaches.