Couch Potato oder Draufgänger?

Kämpferisch. Unermüdlich. Ausdauernd. Wie der Moderator, so der Zuschauer? SevenOne Media wollte es genauer wissen. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest hat der ProSiebenSat.1-Vermarkter die „Schlag den Raab“-Zuschauer unter die Lupe genommen. Denn die Werbewirtschaft will wissen, in welchem Umfeld sie ihre Spots platziert.


Bierdeckel in eine Öffnung "schnibben" kann doch nicht so schwer sein. Doch auch bei der letzten Show siegte Stefan Raab.

Beim Fernsehen gibt es nicht nur Kreative. ProSiebenSat. hat auch eine eigene Forschungsabteilung. Und die hat kürzlich mithilfe der so genannten Semiometrie-Analyse untersucht, wer eigentlich vor dem Fernseher sitzt, wenn ein Kandidat mal wieder sein Glück im Wettstreit gegen Stefan Raab versucht. Zuletzt ging es dabei immerhin um zwei Millionen Euro. Das Ergebnis der Untersuchung: 36 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre schaut „Schlag den Raab“ wenigstens gelegentlich – das sind 23 Millionen Menschen.

Unter ihnen sind besonders viele junge, sportliche Männer. Und die greifen im Zweifelsfall eher zu den Turnschuhen, als zur Chipstüte. Denn während Gartenarbeit oder Stricken eher selten zu den Freizeitbeschäftigungen von „Schlag den Raab“-Fans gehören, stehen Sport und Outdoor-Aktivitäten ganz oben auf der Liste. Sie betreiben häufiger als der Bevölkerungsdurchschnitt Trendsportarten, besuchen Sportveranstaltungen und legen Wert auf Geselligkeit. Die Fans der Show werden also höchtens für die Dauer der Sendung zur Couch Potato.

Auch bei technischen Neuerungen sind die Raab-Zuschauer anderen oft einen Schritt voraus. Sie interessieren sich für Computer, Handy & Co. Außerdem sind sie überdurchschnittlich konsumfreudig und sehr werbeaffin. Besonders für die Hersteller von Bier und Biermischgetränken, Spirituosen, Limonade, Schnellrestaurants und die Anbieter von Telekommunikation und Unterhaltungselektronik lohnt es sich, einen Platz im Werbeblock der ProSieben-Show zu reservieren.


Körpereinsatz und Köpfchen: Bei "Schlag den Raab" ist beides gefragt.

Laut den Studienergebnissen sind die „Schlag den Raab“-Zuschauer kämpferisch, dominant und erlebnisorientiert. Zielstrebigkeit, Ehrgeiz und beruflicher Erfolg sind für sie wichtige Werte. Abgefragt wird das mit der so genannten Semiometrie-Analyse. Damit ist es möglich, Personen über ihre demografischen Merkmale hinaus kennen zu lernen. Das Verfahren geht davon aus, dass Wertvorstellungen von Menschen durch die Beurteilung von Begriffen abgebildet werden können. Dafür wurden

210 Begriffe ermittelt, die den menschlichen Empfindungsraum abdecken. Die Befragten geben auf einer Skala an, inwieweit jedes einzelne dieser Wörter ein unangenehmes oder angenehmes Gefühl bei ihnen hervorruft.

Die gesamten Ergebnisse der Semiotrie-Analyse sowie weitere Informationen zum Forschungstool Semiometrie stehen im Research-Bereich von SevenOne Media zur Verfügung.

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