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N24: "Werden Sie Augenzeuge"
 Unternehmen  N24
 Rechtsform  GmbH
 Gründung  1999
 Beteiligung  100%
 Unternehmenstyp  Fernsehsender
 Hauptaktivitäten
 
 Veranstaltung eines werbefinanzierten
 Spartenprogramms für Information
 Geschäftsführung  Claus Larass
 Adresse
 
 
 
 
 Gutenbergstr. 1
 85774 Unterföhring
 Tel.+49 89 95 07-24 24
 Fax +49 89 95 07-24 00
 www.N24.de
Wirtschaftliche Lage
N24 als zentraler Informationsdienstleister
Innerhalb der ProSiebenSat.1-Gruppe positioniert sich N24 als zentraler Informationsdienstleister. Der Sender strahlt rund um die Uhr Nachrichten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zeitgeschehen sowie mehrmals täglich hochwertige Dokumentationen aus. Als Nachrichtendienstleister der ProSiebenSat.1-Gruppe stellt N24 auch die aktuellen News-Formate von Sat.1, ProSieben und Kabel 1 her. Von der größeren Nachrichten- und Informationskompetenz profitieren alle Sender. So berichteten die vier Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe im Jahr 2002 unter anderem über den Amoklauf von Erfurt, die Flutkatastrophe, die TV-Duelle im Vorfeld der Bundestagswahl oder das Moskauer Geiseldrama in Sondersendungen. Bis Ende 2002 produzierte N24 auch das "Frühstücksfernsehen" und die "24-Stunden-Reportage" für Sat.1. Ab 2003 fallen diese Sendungen direkt in die Zuständigkeit von Sat.1. N24 konzentriert sich damit weiter auf seine Kernkompetenz als zentraler Dienstleister für Informationen und politische Sendungen der ProSiebenSat.1-Gruppe.
N24 erweitert Programm um Dokumentationen
Im Dezember 2002 hat N24 sein Angebot zukunftsweisend erweitert und sein Programm neben Nachrichten und Wirtschaft mit Dokumentationen auf eine dritte Säule gestellt. Insgesamt stehen dem Sender durch den Abschluss eines Lizenzvertrags inklusive aller Ausstrahlungsrechte mehr als 1.600 Programmstunden aus den Themengebieten Wissenschaft, Technik, Natur, Reise, Medizin, Kultur und Raumfahrt zur Verfügung. Der Lizenzzeitraum läuft über 18 Monate und sichert die Versorgung mit qualitativ hochwertigen und teilweise prämierten Dokumentationen bis ins Jahr 2004. Zusätzlich hat N24 mit dem Kauf eine Option auf ein zweites Programmpaket mit dem gleichen Umfang erworben.

Das neue Dokumentationsangebot von N24 passt zur informationsorientierten Zielgruppe des Nachrichtensenders und bildet eine hochwertige Ergänzung zum Vermarktungsportfolio.


Finanz-, Vermögens- und Ertragslage
Verbesserung in Umsatz und Ergebnis
Durch die gestiegene Bedeutung als zentraler Informationsdienstleister für die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe konnte N24 im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis verbessern. So erzielte der Nachrichtensender Umsatzerlöse in Höhe von 95 Mio Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 67 Mio Euro. Das entspricht einer Steigerung um 42 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von minus 38 Mio Euro auf minus 24 Mio Euro - ein Plus von 37 Prozent oder 14 Mio Euro. Das Ergebnis von N24 wird seit Mai 1999 auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages von der ProSiebenSat.1 Media AG übernommen.
N24 Umsatzentwicklung
N24 Ergebnisentwicklung
Bilanzsumme sinkt
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Bilanz der N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH wieder. Die Bilanzsumme reduzierte sich von 56 Mio Euro im Jahr 2001 auf 32 Mio Euro. Das ist ein Rückgang von rund 43 Prozent.

Auf der Passivseite gingen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 42 Mio Euro auf 21 Mio Euro zurück. Das ist ein Rückgang von 21 Mio Euro oder 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erreichten 2,2 Mio Euro nach 2,9 Mio Euro im Vorjahr. Die Rückstellungen sanken von 9,5 Mio Euro auf 7,6 Mio Euro. Das Eigenkapital betrug unverändert 25.000 Euro.

Die Aktivseite ist durch den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gekennzeichnet. Dieser Betrag ging von 45 Mio Euro auf 24 Mio Euro zurück. Gleichzeitig sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von rund 2,9 Mio Euro auf eine Mio Euro. Das Anlagevermögen blieb mit 2,8 Mio Euro auf annähernd gleichem Niveau. Das Umlaufvermögen, mit 81 Prozent an der Bilanzsumme der größte Aktivposten, sank von 48 Mio auf 26 Mio Euro. Das Umlaufvermögen beinhaltet auch das bilanziell wirksame Programmvermögen von N24. Es besteht aus Dokumentationen und Reportagen, die zur einmaligen und mehrfachen Ausstrahlung vorgesehen sind. Für einen Nachrichtensender spielt das Programmvermögen Das Programmvermögen beinhaltet Spielfilme, Serien und Auftragsproduktionen sowie geleistete Anzahlungen. Spielfilme und Serien zählen ab Beginn der vertraglichen Lizenzzeit zum Programmvermögen, Auftragsproduktionen werden nach Fertigstellung, die mit der Abnahme erfolgt, als sendefähiges Programmvermögen aktiviert. grundsätzlich eine geringere Rolle als für ein Vollprogramm wie ProSieben oder Sat.1. Zum 31. Dezember 2002 betrug das bilanzierte Programmvermögen 0,13 Mio Euro nach 0,34 Mio Euro im Vorjahr. Das nicht aktivierte Programmvermögen belief sich auf 0,46 Mio Euro. Damit beträgt das gesamte, vertraglich gesicherte Programmvermögen, das auf N24 ausgestrahlt werden kann, rund 0,59 Mio Euro.

Der N24-Programmstock umfasst rund 1.730 Stunden an Dokumentationen und Reportagen. Mit den vertraglich gesicherten Programmrechten kann N24 heute schon 33 Prozent seines Bedarfs an Lizenzprogrammen bis zum Jahr 2005 decken. Berücksichtigt man die Option, die N24 zusätzlich auf ein zweites Lizenzpaket erworben hat, erhöht sich der Deckungsgrad auf 67 Prozent bis zum Jahr 2005.

Der Werteverzehr Unter Werteverzehr versteht man den Verbrauch [Verzehr] von Gütern, Dienstleistungen und Rechten im betrieblichen Produktionsprozess. Jeder Werteverzehr führt folglich zu einer Verminderung des Nettovermögens. für aktiviertes Programmvermögen erfolgt planmäßig mit Beginn der ersten Ausstrahlung und findet sich als Bestandteil des Programm- und Materialaufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung wieder. Mit 0,75 Mio Euro im Jahr 2002 lag dieser Betrag annähernd auf dem Vorjahresniveau von 0,76 Mio Euro. Gleichzeitig sanken die weiteren Aufwendungen für Sendegebühren und Materialien von 14 Mio Euro auf 13 Mio Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen hingegen von 57 Mio Euro auf 67 Mio Euro. Insgesamt erhöhte sich der Programm- und Materialaufwand im Jahr 2002 von 72 Mio Euro auf 81 Mio Euro. Das ist ein Zuwachs von rund 13 Prozent. Der höhere Aufwand begründet sich durch die Zunahme von Produktionen für die Senderfamilie, wie der "24-Stunden-Reportage", "Frühstücksfernsehen" und Sat.1-Nachrichten seit dem 1. Juli 2001. Die bilanziell wirksamen Programminvestitionen lagen im Jahr 2002 bei 0,53 Mio Euro und damit 47 Prozent unter dem Vorjahreswert von einer Mio Euro.
N24 beschäftigte 2002 mehr Mitarbeiter
Die N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH beschäftigte im Jahr 2002 durchschnittlich 272 Mitarbeiter nach 204 Mitarbeiter im Vorjahr. Grund für die höhere Anzahl ist der Übergang von rund 140 Mitarbeiter des Sat.1-Bereiches "Information und Magazine" auf N24 zum 1. Juli 2001. Dies schlug sich erst 2002 vollständig in den durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nieder. Auf Grund der höheren Mitarbeiterzahl erhöhte sich der Personalaufwand von 16 Mio Euro auf 21 Mio Euro.

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter von N24 lag 2002 bei 35 Jahren. Im redaktionellen Bereich beschäftigte der Sender im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 24 Volontäre und 104 Praktikanten.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres
Marktanteile von N24 werden seit 2003 ausgewiesen
Wichtigster Indikator für Veränderungen bei der Fernsehnutzung und für den Erfolg eines Senders ist der Marktanteil Im Fernsehen prozentualer Anteil der Sehdauer für einen Sender oder eine Sendung an der Gesamtsehdauer aller Zuschauer oder bestimmter Zielgruppen im Betrachtungszeitraum. Die TV-Marktanteile werden in Deutschland von der GfK Fernsehforschung erhoben.. Bislang wurden die Markanteile von N24 nicht veröffentlicht, da die Erhebung valider Daten erst ab einer bestimmten technischen Reichweite möglich ist. Seit 1. Januar 2003 werden die Zuschauermarktanteile von N24 täglich und detailliert anhand der AGF/GfK-Daten analysiert. Die vorliegenden Werte liefern erstmals klare Anhaltspunkte über die Position von N24 im Fernsehmarkt und damit auch wichtige Argumente für die Vermarktung des Programms.

Mit dem neuen Dokumentationsangebot konnte der Nachrichtensender seine Position im Zuschauermarkt deutlich ausbauen. In den ersten zweieinhalb Monaten nach dem Start der offiziellen Ausweisung durch die AGF/GfK-Fernsehforschung [bis 15. März 2003], erreichte der Nachrichtensender der ProSiebenSat.1-Gruppe einen Marktanteil von 0,4 Prozent in der für die Werbewirtschaft relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Damit hat der Sender beinahe zum Marktführer n-tv im Segment Nachrichtenfernsehen aufgeschlossen, der im selben Zeitraum auf einen Marktanteil von 0,5 Prozent kam. In der Zielgruppe der 14- bis 29-jährigen Zuschauer liegt N24 mit einem Marktanteil von 0,4 Prozent gleichauf mit n-tv.

Ausblick
N24 soll 2005 in die operative Gewinnzone gelangen
Für 2003 zeichnet sich in Deutschland noch keine konjunkturelle Trendwende ab. Nach den Planungen soll der Nachrichtensender bis zum Jahr 2005 die operative Gewinnzone erreichen. Dazu wird auch ein Kostensenkungsprogramm beitragen, das bereits 2003 zu weiteren Einsparungen im gesamten Nachrichtenbereich der ProSiebenSat.1-Gruppe in zweistelligen Millionenhöhe führen wird. Neben redaktionellen Umstrukturierungen sind für 2003 und die Folgejahre weitere Maßnahmen eingeleitet worden, um die Prozesse zu optimieren. Vor diesem Hintergrund sollen die Außenstudios in Brüssel, London und Moskau in ihrer bestehender Struktur nicht fortgeführt werden. Um weiterhin eine solide Berichterstattung zu gewährleisten, wird die Zentralredaktion durch weltweit einsetzbare Reporter verstärkt. Zusätzlich werden Kooperationen mit anderen Fernsehsendern angestrebt. Ergänzend wird bei Bedarf künftig auf einen Pool von freien Korrespondenten zurückgegriffen.