Die ProSiebenSat.1-Aktie im Geschäftsjahr 2002: Entwicklung gegen den Branchentrend |
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Das Börsenjahr 2002: Drittes Verlustjahr in Folge Das Börsenjahr 2002 war geprägt von negativen Unternehmensnachrichten und einem weiteren Vertrauensschwund der Anleger. Vor allem für die europäischen Börsen war es das schlechteste Jahr seit Jahrzehnten. Erstmals in der Nachkriegsgeschichte schlossen drei Börsenjahre in Folge mit Verlusten ab.
In den ersten Monaten des Jahres 2002 zeigten sich die Aktienmärkte noch relativ stabil. Die Abwärtsentwicklung setzte im Frühsommer ein, als klar wurde, dass es nicht zu einer schnellen Erholung der amerikanischen und europäischen Wirtschaft kommen würde. Neben der schlechten Konjunktur wurden die Börsen im Herbst zusätzlich durch die drohende militärische Auseinandersetzung im Irak belastet. Die Verunsicherung der Investoren spiegelte sich in der Talfahrt des Deutschen Aktienindex (DAX) wider. Unter den internationalen Börsenindizes verzeichnete der DAX den stärksten Rückgang und verlor im Jahresverlauf 44 Prozent. Auch der MDAX , der die 70 größten deutschen Nebenwerte repräsentiert, fiel binnen Jahresfrist von 4.319 Punkten auf 3.025 Punkte - ein Minus von 30 Prozent.
In Folge der Wachstumsschwäche der Wirtschaft und rückläufiger Unternehmensgewinne haben die Unternehmen 2002 ihre Werbebudgets im zweiten Jahr in Folge gesenkt. Von diesen Einsparungen waren alle Mediengattungen betroffen. Dies hat die Performance aller europäischen Medienwerte negativ beeinflusst. So büßte der europäische Branchenindex MSCI Europe Media im Jahr 2002 rund 46 Prozent ein. Der breiter gefasste Dow Jones Stoxx 600 Media schloss Ende 2002 mit einem Minus von 44 Prozent.
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ProSiebenSat.1-Aktie: Kennzahlen |
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2002 |
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2001 |
| Ausschüttungssumme |
Mio € |
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1,94 |
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29,17 |
| Dividende je Vorzugsaktie |
€ |
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0,02 |
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0,16 |
| Anzahl Aktien |
Mio Stück |
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194,49 |
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194,49 |
| Vorzugsaktien |
Mio Stück |
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97,24 |
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97,24 |
| Stammaktien |
Mio Stück |
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97,24 |
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97,24 |
| DVFA-Ergebnis je Aktie |
€ |
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0,08 |
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0,34 |
| Cash-flow je Aktie |
€ |
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5,89 |
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6,44 |
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| Schlusskurs |
€ |
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6,50 |
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5,75 |
| Tiefstkurs |
€ |
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4,50 |
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3,75 |
| Höchstkurs |
€ |
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12,00 |
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39,75 |
| Marktkapitalisierung |
Mrd € |
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1,264 |
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1,118 |
| Tägliche Börsenumsätze |
Stück |
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308,034 |
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253,056 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis am 31. Dezember |
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81,25 |
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16,91 |
| Kurs-Cash-flow-Verhältnis am 31. Dezember |
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1,10 |
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0,89 |
| Dividendenrendite am 31. Dezember |
% |
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0,31 |
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2,78 |
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ProSiebenSat.1-Aktie: Entwicklung gegen den Branchentrend In den ersten vier Monaten des Börsenjahres 2002 konnte sich die ProSiebenSat.1-Aktie von dem niedrigen Kursniveau am Ende des Vorjahres erholen. Am 17. April 2002 erreichte die Aktie der ProSiebenSat.1 Media AG mit zwölf Euro ihren Jahreshöchstkurs. Gegenüber dem Schlusskurs am 2. Januar 2002 entsprach das einer Steigerung von rund 100 Prozent. Vergleichbare Medienwerte hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt deutlich schlechter entwickelt. Der europäische Branchenspiegel MSCI-Europe-Media-Index gab um rund sieben Prozent nach. Die Aktie von TF1 gewann 24 Prozent, Mediaset notierte bei einem Plus von rund 21 Prozent.
Im weiteren Jahresverlauf konnte sich die ProSiebenSat.1 Aktie dem allgemeinen Abwärtstrend allerdings nicht entziehen. Der Kurs gab deutlich nach. Mit einem Schlusskurs von 6,50 Euro lag der Wert am 30. Dezember 2002 im Vergleich zum ersten Handelstag des Jahres dennoch rund acht Prozent im Plus. Damit entwickelte sich die ProSiebenSat.1-Aktie im Jahr 2002 besser als die vergleichbaren europäischen Medienwerte: Der TF 1-Kurs fiel zwischen Januar 2002 und Dezember 2002 von 28,50 Euro auf 25,46 Euro und die Mediaset-Aktie verlor im gleichen Zeitraum rund zehn Prozent.
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Fusionsvorhaben beeinflusst Aktienkurs In der ersten Jahreshälfte 2002 wurde die Kursentwicklung der ProSiebenSat.1 Media AG von dem Fusionsvorhaben mit dem Mehrheitsgesellschafter KirchMedia beeinflusst. Als am 22. Februar 2002 bekanntgegeben wurde, dass die geplante Fusion ausgesetzt wurde, stieg der Kurs der ProSiebenSat.1-Aktie innerhalb eines Tages um mehr als 30 Prozent. Mit der endgültigen Absage des Fusionsvorhabens am 20. März 2002 erhöhte sich der Kurs noch einmal um über 20 Prozent auf 11,71 Euro.
Der Insolvenzantrag des Hauptgesellschafters der ProSiebenSat.1 Media AG, der KirchMedia GmbH & Co. KGaA, beeinflusste den Aktienkurs der ProSiebenSat.1 Media AG nicht maßgeblich. Die ProSiebenSat.1 Media AG war und ist nicht Teil des Insolvenzverfahrens der KirchMedia. Schon zuvor gab es monatelang Gerüchte über die schwierige finanzielle Situation der KirchGruppe. Vor diesem Hintergrund reagierte der Aktienkurs nur mit einem leichten Minus von drei Prozent, als der Insolvenzantrag am 8. April 2002 gestellt wurde. Dagegen hat die Entscheidung, die von Vorstand und Aufsichtsrat befürwortete Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien nicht auf die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung zu setzen, den Kursverlauf negativ beeinflusst: Nach der Pflichtmitteilung am 21. Mai 2002, dass der Hauptgesellschafter KirchMedia im Rahmen des Insolvenzverfahrens keinem Beschluss über die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien zustimmen könne, sank der Kurs der ProSiebenSat.1-Aktie um 20 Prozent.
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ProSiebenSat.1-Aktie: Performance-Vergleich |
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ProSiebenSat.1-Aktie: Kursentwicklung seit 2002 |
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Dividendenzahlung für Vorzugsaktionäre Trotz der verschlechterten Ertragslage wird der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG eine Dividendenzahlung für die Vorzugsaktionäre empfehlen. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sieht vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von rund 2,5 Mio Euro eine Dividende von 0,02 Euro je nennwertloser Vorzugsaktie zu zahlen. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von rund zwei Mio Euro.
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Hoher Umsatz in ProSiebenSat.1-Aktien Der Orderbuchumsatz in ProSiebenSat.1-Aktien belief sich im Jahr 2002 auf rund 69 Mio Stück. Von Januar bis Dezember 2002 wurden pro Tag durchschnittlich 308.034 ProSiebenSat.1-Aktien gehandelt. Davon entfielen 89 Prozent auf das elektronische Handelssystem Xetra, zehn Prozent auf die Deutsche Börse in Frankfurt und ein Prozent auf die übrigen deutschen Börsen. In den USA werden die ProSiebenSat.1-Aktien als sogenannte ADR-Papiere [American Depositary Receipts] gemäß Rule 144 A des amerikanischen Wertpapierrechts im Freiverkehr (Over-the-counter) gehandelt. ADR-Papiere sind Hinterlegungsscheine, die nicht-amerikanische Aktien repräsentieren.
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Aktive Kommunikation mit dem Kapitalmarkt Die ProSiebenSat.1 Media AG betreibt eine innovative, engagierte und transparente Kommunikation mit dem Kapitalmarkt. Im Jahr 2002 wurden die Beziehungen zu Investoren und Analysten weiter intensiviert. Neben der Präsentation der Zwischenberichte wurden zahlreiche Group Meetings, Road-Shows und Conference Calls mit Analysten und Investoren durchgeführt. In nahezu 300 Einzelgesprächen wurden die strategische Ausrichtung, die finanzielle Lage und die Geschäftsentwicklung der ProSiebenSat.1-Gruppe präsentiert. Die regionalen Schwerpunkte für die Investor-Relations-Aktivitäten lagen dabei in den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa.
Der prämierte Unternehmens-Internetauftritt informiert kontinuierlich und zeitnah über die aktuellen Entwicklungen in der ProSiebenSat.1-Gruppe. Unter der Adresse www.ProSiebenSat1.com finden Interessierte Unternehmensdaten, aktuelle Kurscharts, Analysen, Finanztermine, aktuelle Unternehmenspräsentationen, Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Fakten zu Investor Relations. Darüber hinaus sind auch charttechnische Vergleiche mit anderen Aktien, der Peer-Group und den wichtigsten Indizes möglich. Mit durchschnittlich 130.000 Abrufen pro Monat zählt die ProSiebenSat.1-Website zu den meistgenutzten deutschen Unternehmensseiten im Internet.
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Starkes Engagement von angelsächsischen Investoren Große Teile des börsennotierten Vorzugskapitals werden von institutionellen Anlegern gehalten. Insgesamt dürften rund 40 Prozent der Aktien im Ausland gehalten werden. Der Anteil von Privataktionären liegt zwischen 20 und 30 Prozent und entspricht damit dem Best-practice-Standard des National Investor Relations Institut (NIRI) in den USA. Nach den neuesten Untersuchungen der ProSiebenSat.1 Media AG vom Dezember 2002 haben vor allem institutionelle Investoren aus den USA und Großbritannien in die ProSiebenSat.1-Aktie investiert.
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