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A
A.C. Nielsen S+P
Amerikanisches Marktforschungsinstitut mit deutscher Niederlassung in Frankfurt am Main, spezialisiert auf Handelsforschung. Die Hamburger Tochtergesellschaft Nielsen Media Research [ehemals ACNielsen Werbeforschung S+P] hat sich die Beobachtung des Werbemarkts zur Aufgabe gemacht. Sie stellt die Bruttowerbeumsätze der wichtigsten Mediengattungen und Werbeträger [Fernsehen, Publikums- und Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Radio, Plakat] nach Wirtschaftsbereichen, Produktgruppen sowie Firmen und Marken fest.
AGF
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung [Mitglieder: ARD, ProSiebenSat.1 Media AG, RTL, ZDF und die von ihnen vertretenen Sender] hat die GfK Fernsehforschung mit der Erfassung der Fernsehnutzung in Deutschland beauftragt. Diese Daten sind im Werbemarkt als gültige Währung für die TV-Planung anerkannt. Die AGF vergibt Lizenzen zur Datennutzung an andere Sender, an Agenturen und Werbung Treibende sowie weitere Datenverwerter [z.B. Media Control].
B
Brutto-Werbeinvestitionen
Als Brutto-Werbeinvestitionen bezeichnet man Aufwendungen der Werbungtreibenden für die Werbeschaltung inklusive Agenturprovisionen und Kundenrabatte. Produktionskosten sind nicht enthalten. Die Brutto-Werbeinvestitionen werden in Deutschland von der A.C. Nielsen Werbeforschung erhoben und errechnen sich aus der Anzahl der platzierten Spots, multipliziert mit den jeweiligen Listenpreisen für die Schaltung.
C
Cash-flow, Cash-flow je Aktie
Der Cash-flow gibt den aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden finanziellen Überschuss an, hierbei werden Jahresüberschuss, Zu- und Abschreibungen und Veränderung der Rückstellungen berücksichtigt. Für den Cash-flow je Aktie wird der Cash-flow durch die Aktienanzahl dividiert.
Corporate Governance
Seit 2002 gelten eine Reihe von neuen gesetzlichen Bestimmungen für börsennotierte Unternehmen. Im Vordergrund dieser Neuregelungen steht die so genannte Corporate-Governance, ein Begriff, der das gesamte System interner und externer Kontroll- und Überwachungsmechanismen eines Unternehmens bezeichnet.
Corporate Sponsorship
Wirkungsvolles Mittel für Unternehmen, um gesellschaftliches Engagement zu zeigen. Die ProSiebenSat.1-Gruppe bündelt die Corporate Sponsorship-Aktivitäten unter dem Motto "Unternehmen statt Unterlassen". Dabei steht die Förderung von Medienkompetenz im Vordergrund.
Cross Media
Inhaltliche Vernetzung einzelner Kommunikationsinstrumente wie Sponsoring, Telepromotion, Internet, Teletext oder Event-Marketing, um mit einem einheitlichen Markenauftritt einen Kommunikations-Mehrwert für die Marke zu schaffen.
D
Digitales Fernsehen
Mit der digitalen Übertragungstechnik können Bilder genau wie Computerdaten stark komprimiert transportiert werden. Dadurch ist es möglich, pro Digitalkanal sechs bis zehn TV-Programme gleichzeitig zu übertragen, statt wie bisher ein Programm pro analogem Kanal. Zum Empfang benötigt der Zuschauer einen Decoder. Nicht generell gleichzusetzen mit Pay-TV. Laut Beschluss der Bundesregierung soll im Jahr 2010 die gesamte Fernsehtechnik in Deutschland von analog auf digital umgestellt sein.
Dividende
Von der AG gezahlte Gewinnausschüttung pro Aktie. Die Dividende wird von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und von den Aktionären auf der Hauptversammlung beschlossen.
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite ergibt sich, indem die Dividende durch den Kurs der Aktie dividiert und anschließend mit 100 multipliziert wird. Sie gibt den prozentualen Anteil der Ausschüttung am Börsenkurs an.
DRTV
Die Sonderwerbeform Direct Response TV bezeichnet Werbespots, bei denen der Zuschauer über Service-Rufnummern oder Fax mit dem Produktanbieter in Kontakt treten kann. Im Gegensatz zum Teleshopping steht bei DRTV-Spots nicht die unmittelbare Bestellung im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, sich über das Produkt zu informieren. Sofern sie nicht als Dauerwerbesendung gestaltet sind, fallen DRTV-Spots unter die stündliche Werbezeitbeschränkungen für Spotwerbung. Zudem ist bei DRTV-Spots das maximal zulässige Werbevolumen für Sonderwerbeformen zu berücksichtigen [Werberichtlinien].
DVFA/SG
Von der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Assetmanagement" [DVFA] und der "Schmalenbach Gesellschaft - Gesellschaft für Betriebswirtschaft" [SG] entwickelte Kennziffer für den möglichst exakten Vergleich zwischen Unternehmen. Das Ergebnis nach DVFA/SG basiert auf dem um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschuss und wird meist je Aktie ausgewiesen. Die ProSiebenSat.1 Media AG verwendet für die Angaben das aktuell gültige Berechnungsschema der Methodenkommission der DVFA/SG.
E
EBIT [Earnings before interests and taxes]
In den USA gebräuchliche Kennzahl, die den Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen darstellt.
EBITDA [Earnings before interests, taxes, depreciation and amortization]
Der operative Gewinn vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie vor Steueraufwendungen [EBIT] zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und der Amortisation auf immaterielle Anlagen, sowie auf Umlaufvermögen soweit sie das übliche Maß überschreiten. Durch die Addition von Abschreibungen und Amortisation erhält man einen operativen Cash-flow, der auch Aufschluss über die Ertragskraft eines Unternehmens gibt.
Empfangbarkeit
Anteil der Haushalte in Prozent, die einen Sender empfangen können. Fernsehprogramme können terrestrisch [über Antenne], via Kabel oder Satellit verbreitet werden. Knapp 13 Prozent aller Fernsehhaushalte nutzen den terrestrischen Empfang, etwa 56 Prozent sind bereits an das Kabelnetz angeschlossen und ungefähr 31 Prozent empfangen Fernsehen per Satellit [Tendenz steigend].
Entsprechenserklärung
Der am 6. Februar 2002 von der Bundesregierung beschlossene Entwurf eines Transparenz- und Publizitätsgesetzes setzt Empfehlungen der Regierungskommission Corporate Governance im Aktien- und Bilanzrecht in gesetzliche Regelungen um. Kernstück der Neuregelung ist, dass sie den Deutschen Verhaltenskodex für Vorstände und Aufsichtsräte von börsennotierten Aktiengesellschaften rechtlich einbindet. Danach müssen börsennotierte Unternehmen durch ihren Vorstand und Aufsichtsrat künftig eine jährliche "Entsprechenserklärung" gemäß § 161 AktG abgeben, ob und inwieweit sie sich an die Vorgaben des Deutschen Verhaltenskodex halten oder nicht. Soweit von den Kodexerklärungen abgewichen wird, muss dies in öffentlich zugänglicher Form erklärt werden.
Ergebnis nach DVFA/SG
Von der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Assetmanagement" [DVFA] und der "Schmalenbach Gesellschaft - Gesellschaft für Betriebswirtschaft" [SG] entwickelte Kennziffer für den möglichst exakten Vergleich zwischen Unternehmen. Das Ergebnis nach DVFA/SG basiert auf dem um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschuss und wird meist je Aktie ausgewiesen. Die ProSiebenSat.1 Media AG verwendet für die Angaben das aktuell gültige Berechnungsschema der Methodenkommission der DVFA/SG.
EU-Fernsehrichtlinie
Die EU-Fernsehrichtlinie vom 3. Oktober 1989, zuletzt novelliert im Juni 1997, bestimmt den Mindeststandard der Regelungen für das deutsche Privatfernsehen. Im Besonderen sind die Werbebestimmungen im Rundfunkstaatsvertrag - beispielsweise die Vorschriften über die maximale Werbedauer oder die Häufigkeit und Platzierung der Unterbrecherwerbung - durch diese Richtlinie vorgegeben. Der deutsche Gesetzgeber darf die Bestimmungen der Fernsehrichtlinie nur verschärfen oder präzisieren, nicht jedoch liberaler ausgestalten.
Eurobond
Im März 2001 wurde der ProSiebenSat.1-Eurobond mit einem Volumen von 400 Mio Euro begeben.
Euvía Media
Durch den Erwerb von 48,4 Prozent an der Euvía Media AG & Co. KG hat die ProSiebenSat.1- Gruppe ihr Geschäftsportfolio seit 2001 um das Geschäftsfeld Transaktionsfernsehen erweitert. 48,6 Prozent an der Euvía Media AG hält die H.O.T. Networks AG , drei Prozent gehören der Vorstandsvorsitzenden von Euvía, Christiane zu Salm. Euvía hält sämtliche Gesellschaftsanteile des Fernsehsenders Neun Live.
F
Free-TV
Fernsehprogramme, die im Gegensatz zum Pay-TV oder zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen unverschlüsselt, das heißt ohne Decoder oder Gebühren, empfangen werden können.
FSF
Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. in Berlin. 1993 vom VPRT gegründete Organisation mit dem Ziel, durch eine sachgerechte und differenzierte Prüfung von Sendungen in der Regel vor deren Ausstrahlung, eine Gefährdung, Beeinträchtigung, soziale und/oder ethische Desorientierung von Kindern und Jugendlichen zu verhindern.
FSK
Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Zentrale Prüfstelle für Kinofilme in Wiesbaden. Legt Altersfreigaben fest.
G
GfK Fernsehforschung
Tochtergesellschaft der GfK Gesellschaft für Konsumforschung. Die GfK erforscht seit 1985 die Fernsehnutzung von privaten Fernsehhaushalten in Deutschland durch elektronische Messgeräte. Mit 5.200 Panel-Haushalten in Deutschland - das entspricht etwa 71,67 Mio Personen ab drei Jahren in Fernsehhaushalten - und personenindividueller Messung stellt es das größte und genaueste Panel zur Fernsehzuschauerforschung in Europa dar. Seit 2001 werden auch EU-Ausländer im Panel berücksichtigt.
H
High Yield Bond
Die ProSiebenSat.1 Media AG hat im Juli 2002 einen High Yield Bond im internationalen Markt platziert. Das Volumen der Emission belief sich auf 200 Mio Euro.
I
iTEXT
Neues Kommunikationstool von SevenOne Media und dem Online- Vermarkter SevenOne Interactive. Bei iTEXT handelt es sich um TV-Spots mit einem standardisierten Symbol, das den Zuschauer zu weiteren Informationen im Teletext führt. Zeitgleich mit der Ausstrahlung des iTEXT-Spots im TV wird die dazugehörige Teletext- Werbung auf der Startseite 100 geschaltet, so dass der Zuschauer dort weitere Informationen zu dem im TV beworbenen Produkt abrufen kann.
K
KCV [Kurs-Cash-flow-Verhältnis]
Das KCV wird durch das Dividieren des Börsenkurses durch den Cash-flow je Aktie ermittelt.
Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich [KEK]
Die "Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich" wurde als Konsequenz der 3. Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags im Mai 1997 in Potsdam konstituiert. Sie besteht aus sechs Sachverständigen des Rundfunk- und Wirtschaftsrechts, die von den Ministerpräsidenten der Länder berufen werden. Aufgabe der KEK ist es, vor und nach der Zulassung privater Rundfunkveranstalter die Einhaltung der geltenden Bestimmungen zur Sicherung der Meinungsvielfalt zu prüfen.
KGV [Kurs-Gewinn-Verhältnis]
Aktienkurs dividiert durch den Gewinn pro Aktie. Das KGV zeigt an, wie oft der nach dem DVFA/SG-Ergebnis bereinigte Gewinn im Aktienkurs enthalten ist.
L
Landesmedienanstalt
Aufsichtsbehörde aller privaten Funk- und Fernsehsender. Die 15 Landesmedienanstalten in Deutschland haben folgende Aufgaben: Lizenzierung der privaten Funk- und Fernsehsender, Kontrolle über die Einhaltung der Programmgrundsätze.
M
Marktanteil, TV
Im Fernsehen prozentualer Anteil der Sehdauer für einen Sender oder eine Sendung an der Gesamtsehdauer aller Zuschauer oder bestimmter Zielgruppen im Betrachtungszeitraum. Die TV-Marktanteile werden in Deutschland von der GfK Fernsehforschung erhoben.
Marktanteil
Anteil der Sehdauer für einen Sender oder eine Sendung oder ein Zeitintervall an der Gesamtsehdauer aller Sender bzw. Sendungen im Betrachtungszeitraum in Prozent.
Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung bezeichnet die Bewertung einer Aktiengesellschaft an der Börse und wird errechnet, indem man den aktuellen Kurs mit der Anzahl der Aktien multipliziert.
MDAX
Zum 1. Januar 2003 trat die neue Börsenordnung mit einer neuen Indexsystematik und einer Neusegmentierung des deutschen Aktienmarkts in Kraft. Unterhalb des DAX unterscheidet die Deutsche Börse nun nach klassischen Branchen und Technologiebranchen. Für die klassischen Branchen berechnet sie den MDAX. Er repräsentiert 50 Unternehmen. Kriterien für die Aufnahme in den MDAX sind die Erfüllung der erhöhten Transparenzanforderungen des Prime Standard-Segments, die Marktkapitalisierung und die Börsenumsätze. Die ProSiebenSat.1 Media AG ist auch nach der Umsetzung der neuen Indexwelt am 24. März 2003 im MDAX enthalten.
Merchandising
Bezeichnet im Filmgeschäft den Vertrieb von Produkten, die in einem thematischen Zusammenhang mit TV- oder Kino-Produktionen stehen. Typische Merchandising-Produkte sind Textilien, Begleitbücher, Videokassetten/DVD's und Tonträger. Unter den Begriff Merchandising fällt auch der Handel mit Lizenzrechten [Licensing], das heißt die Vergabe von Nutzungsrechten an Programmen und geschützten Markennamen, Symbolen, Figuren oder Logos.
N
Netto-Reichweite
Nutzer eines Mediums oder mehrerer Medien in Millionen oder Prozent, die mindestens einmal erreicht wurden. Diese eigentlich "harte" Währung im Gegensatz zur Brutto-Reichweite bezieht sich im Fernsehen auf die kumulierte Anzahl der Seher/Teletext-Nutzer, die im Durchschnitt an einem Tag des Betrachtungszeitraums [z.B. ein Monat] innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls mindestens eine Minute fortwährend ferngesehen bzw. Teletext genutzt haben.
Netto-Werbeinvestitionen
Die Netto-Werbeinvestitionen stellen die effektiven Umsätze der Medien dar. Sie werden vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. [ZAW] jährlich im Mai veröffentlicht und beruhen auf Eigenangaben der Sender. Um die Netto-Werbeinvestitionen auszuweisen, werden von den Brutto-Werbeinvestitionen Agenturprovisionen sowie volumenabhängige Kundenrabatte abgezogen.
Neun Live
Neun Live wird veranstaltet von der Neun Live Fernsehen GmbH & Co. KG. Sie gehört zu 100 Prozent der Euvía Media AG & Co. KG. Neun Live, entstanden aus dem Sender tm3, ist ein Spartenkanal für Live-Unterhaltung mit interaktiver Zuschauerbeteiligung.
P
Prime -Time
Die Hauptfernsehzeit für den deutschen Fernsehmarkt, im Allgemeinen ist die Zeit von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr gemeint.
Prime Standard
Der Börsenrat der Frankfurter Wertpapierbörse hat am 19. November 2002 die neue Segmentierung des Aktienmarktes an der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen. Mit der Neustrukturierung, die zum 01. Januar 2003 in Kraft trat, entstand für Aktien und aktienvertretende Zertifikate - neben dem General Standard mit den gesetzlichen Mindestanforderungen des Amtlichen Marktes oder Geregelten Marktes - das neue Segment Prime Standard mit einheitlichen Zulassungsfolgepflichten. Die Zulassung zum Prime Standard setzt die Erfüllung der folgenden Transparenzanforderungen voraus: Quartalsberichte; Internationale Rechnungsanlegungsstandards nach IAS oder US-GAAP; Vorlage eines Unternehmenskalenders, mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr, Ad-hoc-Mitteilungen zusätzlich in englischer Sprache.
Programmvermögen
Das Programmvermögen beinhaltet Spielfilme, Serien und Auftragsproduktionen sowie geleistete Anzahlungen. Spielfilme und Serien zählen ab Beginn der vertraglichen Lizenzzeit zum Programmvermögen, Auftragsproduktionen werden nach Fertigstellung, die mit der Abnahme erfolgt, als sendefähiges Programmvermögen aktiviert.
R
Revolvierende Kreditfazilität
Eine mit i.d.R. mehreren Banken [Konsortium] abgeschlossene Kreditvereinbarung über die Einräumung einer Kreditlinie für eine feste Laufzeit, die revolvierend in Anspruch genommen werden kann.
Rundfunkstaatsvertrag
Die konkrete Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Privatfernsehen ist im Rundfunkstaatsvertrag der Länder festgelegt. Vorschriften zu den Bereichen Werbung, Sponsoring, Jugendschutz und Programminhalt beeinflussen das tägliche Erscheinungsbild des Fernsehprogramms.
Der am 31.August 1991 verabschiedete Rundfunkstaatsvertrag stellt das Kernstück der bundeseinheitlichen Rundfunkordnung der Länder dar. Er enthält die grundlegenden Regelungen für den öffentlich-rechtlichen und den privaten Rundfunk im dualen Rundfunkssystem der Länder des vereinten Deutschland. Am 1. Juli 2002 ist bereits der sechste Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Kraft getreten, maßgebliche Auswirkungen hat diese sechste Novellierung auf das Medienkonzentrationsrecht.
S
Semiometrie
Verfahren zur qualitativen Beschreibung von Zielgruppen. Es basiert auf der Annahme, dass Wertvorstellungen von Menschen durch deren Beurteilung von Begriffen abgebildet werden können. Als Indikatoren dienen 210 Wörter, die das Ergebnis von Textanalysen fundamentaler Werke sind und den Empfindungsraum von Menschen abdecken.
SevenOne Intermedia
Die SevenOne Intermedia GmbH - vormals Kirch Intermedia GmbH - ist das multimediale Kompetenzzentrum der ProSiebenSat.1-Gruppe. Sie verantwortet und bündelt die gesamte Wertschöpfungskette in Produktion, Vermarktung und Verwertung disponibler Rechte der Sendermarken der ProSiebenSat.1 Gruppe auf allen interaktiven Plattformen wie Online, Teletext, Telefonmehrwertdienste sowie Mobile und iTV.
Splitscreen
Zeitgleiche Ausstrahlung von Werbung und Programm, die seit dem In-Kraft-Treten des vierten Rundfunkänderungsstaatsvertrags am 1.April 2000 zulässig ist. Es ist eine eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung der Werbung erforderlich. Die Werbung im Split-Screen ist unabhängig von deren Größe auf die Dauer der Spotwerbung anzurechnen. SevenOne Media setzt die Möglichkeiten des Splitscreen in einer Reihe von neuen Werbeformen um.
Sponsoring
Kooperation zumeist zwischen Werbung Treibenden und Medien. Im Fernsehbereich ist Sponsoring als Sonderwerbeform eine eigenständige Form der direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung. Bei gesponserten Sendungen muss zu Beginn und/oder am Ende der Sendung in vertretbarer Länge auf die Finanzierung durch den Sponsor hingewiesen werden [wie: "Die Sendung wird Ihnen präsentiert von ..."]. Sponsoring unterliegt im Gegensatz zu sonstigen Sonderwerbeformen keiner zeitlichen Beschränkung. Für Programmsponsoring gibt es besondere Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag und in den Werberichtlinien der Landesmedienanstalten.
Stammaktie
Aktie mit Stimmrecht [Vorzugsaktie]. Zurzeit gibt es bei der ProSiebenSat. 1 Media AG zwei Stammaktionäre: die KirchMedia GmbH & Co. KGaA und die Axel Springer Verlag AG.
V
Verbreitungswege
Fernsehprogramme können terrestrisch, via Kabel oder Satellit empfangen werden.
· Terrestrisch: Der klassische Empfang mittels Antenne wird von nur noch knapp sieben Prozent (Stand 1 März 2003, Quelle: AGF/GfK-Fernsehforschung) der Fernsehhaushalte genutzt, Tendenz fallend.
· Kabel: Rund 56 Prozent der Fernsehhaushalte sind inzwischen an das Kabelnetz angeschlossen. Über so genannte Kopfstationen werden die Signale der Sender via Satellit in das Kabelnetz eingespeist.
· Satellit: Der dritte und jüngste Verbreitungsweg via Satellitenschüssel kommt in rund 37 Prozent aller Fernsehhaushalte in Deutschland zum Einsatz, Tendenz steigend.
Die bedeutenden Kommunikationssatelliten zur Übertragung von Fernsehsignalen in Europa sind die der ASTRA-Gruppe, Eutelsat und Kopernikus.
Vinkulierte Namensaktien
Namensrechtlich vermerkte Aktien, die nur mit Genehmigung der AG übertragen werden dürfen. Bei der ProSiebenSat.1 Media AG sind die Stammaktien aus medienrechtlichen Gründen vinkuliert.
Visit
Besuch eines Nutzers auf den Seiten eines WWW-Anbieters. Ein Visit umfasst dabei alle Dokumente, die der Nutzer zusammenhängend besucht hat. Er definiert den Werbemittelkontakt in Online-Diensten. Die deutsche Werbeindustrie hat sich darauf geeinigt, dass ein Visit dann als beendet gilt, wenn 30 Minuten lang kein Zugriff erfolgt ist.
Vorzugsaktie
Im Vergleich zu Stammaktien sind Vorzugsaktien mit besonderen Vorrechten, z.B. einer höheren Dividende ausgestattet. Das Stimmrecht ist in der Regel ausgeschlossen. Bei der ProSiebenSat.1 Media AG werden für jede Vorzugsaktie satzungsgemäß 0,02 Euro mehr ausgeschüttet als für Stammaktien.
VPRT
Verband privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. in Bonn als Interessenvertretung der privaten Funk- und Fernsehsender [FSF].
W
Werteverzehr
Unter Werteverzehr versteht man den Verbrauch [Verzehr] von Gütern, Dienstleistungen und Rechten im betrieblichen Produktionsprozess. Jeder Werteverzehr führt folglich zu einer Verminderung des Nettovermögens.
Z
ZAW
Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. in Bonn. Als Zusammenschluss von Verbänden, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, führt die ZAW die Interessen der Werbewirtschaft zusammen, vertritt sie nach außen und stellt jährlich die Netto-Werbeinvestitionen aller Mediengattungen und Werbeträger fest. Der Verband widmet sich allen Angelegenheiten der Wirtschaftswerbung mit der Intention, staatliche Werberegelungen entbehrlich zu machen.
Zielgruppe
Eine nach bestimmten Merkmalen definierte Personengruppe, die durch Programme oder Werbemaßnahmen angesprochen werden soll. Die am häufigsten verwendeten Kriterien sind soziodemographisch: Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen.