Internationale Werbevermarktung — Und es geht doch

Werbung gilt eigentlich als nationales Geschäft. Das Team „Sales und Marketing“ der ProSiebenSat.1 Group beweist gerade das Gegen teil. Teamchef Andrea Malgara über Lust und Last, ein europäisches Verkaufsnetzwerk aufzubauen.

TV-Werbung ist die mit Abstand größte Einnahmequelle der ProSiebenSat.1 Group. Gut 80 Prozent seines Umsatzes von rund 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet das Unternehmen mit Fernsehspots. Doch Werbung ist vor allem ein nationales Geschäft und folgt in jedem Markt ihren eigenen Regeln. Wie will die Gruppe hier also von der neuen internationalen Aufstellung profitieren? Lassen sich Werbeflächen überhaupt für mehrere Länder gleichzeitig verkaufen?


Dr. Andrea Malgara baut ein europäisches Verkakufsnetzwerk auf

Das Team „Sales und Marketing“ meint: ja. Die 60 Mann starke Truppe ist im Herbst 2007 angetreten, um die Werbezeitenvermarktung der ProSiebenSat.1 Group so weit wie möglich zu „europäisieren“.Der Globalisierungstrend sorgt für Rückenwind: Internationale Konzerne richten ihr Marketing zunehmend länderübergreifend aus.

Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer Marketing der deutschen Vermarktungstochter SevenOne Media und Leiter des Integrations-Teams, hat gemeinsam mit Thomas de Buhr, Senior Sales Director International, das Ziel, ein europäisches Verkaufsnetzwerk und ein einheitliches Angebot von Werbeformen in allen 13 Ländern der Gruppe aufzubauen.

Dafür wurden die bestehenden Werbeangebote, Verkaufsstrukturen, Abläufe und Prozesse unter die Lupe genommen und optimiert. Erste Kundenbeziehungen werden bereits europaweit gepflegt, mit einigen multinationalen Unternehmen verhandelt das Team über länderübergreifende Werbeverträge. Darüber hinaus soll die Gruppe davon profitieren, dass Know-how ausgetauscht wird. Die deutschen Sender sind zum Beispiel besonders stark bei Sonderwerbeformen. Der Export klappt gut: Mit zehn neuen Sonderwerbeformen in sieben Ländern hat das Integrations-Team bereits einiges an Umsatzsynergien realisiert.

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