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„Das Angebot ist einzigartig im deutschen Streaming-Markt“

Alexander von Woikowsky, Geschäftsführer 7TV

Eine führende Streaming-Plattform für Deutschland mit zehn Millionen Nutzern in den ersten zwei Jahren aufzubauen – das ist das Ziel des 7TV-Joint-Ventures zwischen ProSiebenSat.1 und Discovery. Für die Zuschauer bedeutet das: ein umfassendes Entertainment-Paket mit Live-Streaming, eine Mediathek mit hochkarätigen lokalen Inhalten und dem Besten aus Hollywood sowie hochwertige Sportübertragungen. Und das alles auf einer Plattform. Im Herbst 2017 fiel der Startschuss für das Joint Venture, mittlerweile hat 7TV bereits weitere Sender als Partner gewonnen und so das Inhalte-Portfolio ausgebaut. Alexander von Woikowsky ist seit Anfang 2018 Chief Content Officer und verantwortet als Geschäftsführer von 7TV zusätzlich die Themen Partnerschaften und Distribution. Zuvor war er bei ProSiebenSat.1 im Bereich Distribution tätig. Mit uns hat er über Herausforderungen und Ziele des Joint Ventures gesprochen.
Wie entstand die Idee, in einem Joint Venture mit Discovery und weiteren Partnern eine gemeinsame Streaming-Plattform anzubieten?

Die Idee für das Joint Venture ist während eines gemeinsamen Workshops entstanden. Ich war damals noch bei ProSiebenSat.1. Wir haben zunächst überlegt, wie wir unsere Geschäftsmodelle weiterentwickeln und unsere Streaming-Angebote ausbauen können. Dass sich Discovery als globaler Broadcaster und ProSiebenSat.1 als starker lokaler Anbieter ziemlich gut ergänzen, haben wir dabei sehr schnell festgestellt. Aus den ersten Überlegungen ist dann das 7TV-Joint-Venture entstanden, das zu jeweils 50% den beiden Unternehmen gehört. Unser Ziel ist es, hier ein neues, sender- und firmenübergreifendes Streaming-Portal zu schaffen, das sich als lokaler Champion etablieren kann. Deshalb halten wir die Plattform bewusst offen und haben explizit andere Medienunternehmen wie RTL oder die öffentlich-rechtlichen-Sender eingeladen, sich uns anzuschließen.

"Unser Ziel: ein Gegengewicht zu den US-Playern schaffen."
Warum ist diese Plattform so wichtig?

Durch die Digitalisierung haben sich die Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer verändert. Insbesondere das jüngere Publikum bevorzugt zunehmend non-lineare Angebote und will Inhalte jederzeit, überall und auf jedem Gerät sehen. Was außerdem immer wichtiger wird, sind exklusive Inhalte, die der Zuschauer nur bei uns bekommt. Mit unserer Plattform werden wir genau das bieten – und gleichzeitig ein Gegengewicht zu den US-Playern schaffen.

Welche Herausforderung gibt es bei der Kooperation?

Die größte Herausforderung ist sicherlich, die verschiedenen Teams und Strukturen von ProSiebenSat.1 und Discovery zusammenzubringen. Wir wollen uns den unabhängigen Start-up-Spirit bewahren, Entscheidungen schnell und zielführend treffen. Nachdem die maxdome-Kollegen jetzt auch zu uns gezogen sind, wollen wir natürlich auch ihnen unsere Kultur vermitteln. Gleichzeitig profitieren wir in den verschiedensten Bereichen von Synergien mit ProSiebenSat.1 und Discovery –  von der Technik über den Content-Einkauf bis hin zur Kommunikation. Es ist für uns extrem hilfreich, auf das Know-how und die Infrastruktur zweier großer Konzerne zugreifen zu können.

"WIR WOLLEN EIN NEUES, SENDER- UND FIRMENÜBERGREIFENDES STREAMING-PORTAL SCHAFFEN, DAS SICH ALS LOKALER CHAMPION ETABLIEREN KANN."
Welche nächsten Schritte sind geplant?

Um die Zuschauer zu überzeugen, braucht die Plattform attraktive Inhalte und modernste Technik, die die Nutzung komfortabel und einfach macht. An beiden Punkten arbeiten wir gerade intensiv. Seit dem Start können die Nutzer auf die Programme von ProSieben, SAT.1, kabel eins, DMAX, sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 Gold, kabel eins Doku und TLC zugreifen. Außerdem gibt es eine Eurosport-Zone mit Highlight-Clips. Anfang 2018 haben wir unser Portfolio nochmals erweitert und bieten jetzt auch Inhalte von SPORT1, WELT und N24 Doku an. 2019 integrieren wir maxdome und den Eurosport Player in die Plattform. Dieses Angebot ist einzigartig im deutschsprachigen Streaming-Markt. Und dann soll das Joint Venture ja auch noch einen neuen Namen bekommen. Wir haben also einiges vor!