Die ProSiebenSat.1 Group hinterlässt durch ihre betrieblichen Aktivitäten einen im Vergleich zu anderen Branchen zwar relativ geringen, aber dennoch nicht unerheblichen ökologischen Fußabdruck. Auch wenn wir als Medienkonzern nicht in einem produzierenden Sektor mit großem Ressourceneinsatz und hoher Energieintensität tätig sind, sind wir uns unserer ökologischen Verantwortung als Wirtschaftsunternehmen bewusst.

Wir haben 2018 erstmalig eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie für den Konzern entwickelt, die wir seit Anfang 2019 konkret umsetzen. Umwelt ist dabei eines von vier zentralen Handlungsfeldern. Unser Ziel ist es, bis 2030 klimaneutral zu sein. Primär wollen wir dieses Ziel durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs erreichen. Zukünftig sind zudem ebenfalls CO2-Kompensationen durch eigene Klimaschutzprojekte und Zertifikate vorgesehen. Umfassende Maßnahmen werden ab 2020 sukzessive im Konzern implementiert. Die Roadmap umfasst in diesem Zusammenhang unter anderem Maßnahmen in den Bereichen „Green Productions“ und grüne Events, Travel Management und Reiserichtlinie, Fuhrparkmanagement und Dienstwagenrichtlinie sowie Entsorgung und Recycling von Abfall. Zudem wird für das neue, im Bau befindliche Campus-Gelände in Unterföhring eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach dem LEED-Modell (Leadership in Energy and Environmental Design) geplant.

Emissionen

In unserer Klimabilanz sind direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1), indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2) sowie Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen (Scope 3) enthalten.

Begleitende Erläuterungen zum CO2-Fußabdruck finden Sie hier.  

 

CO2-FUSSABDRUCK DER PROSIEBENSAT.1 GROUP [Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente) in Tonnen]

2019

2018 2017

2016

2015

Scope 1 - 

Direkte Treibhausgasemissionen

 

• Dienstwagenflotte

• Heizöl
• Diesel

2.110

1.910

2.456

2.371

2.933

Scope 2 -

Indirekte Treibhausgasemissionen*

 

• Elektrizität
• Fernwärme & Geothermie

10.557

(location-based)

2.882

(market-based)

11.804
(location-based)

10.460
(market-based)

12.478
(location-based)

4.035
(market-based)

12.058
(location-based)

3.471
(market-based)

11.384
(location-based)

2.800
(market-based)

Scope 3 -

Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen

 

• Nicht in Scope 1 und 2 enthaltene Brennstoffe und energiebezogene Aktivitäten
• Durch betriebliche Abläufe entstehende Abfälle
• Pendelverkehr der Mitarbeiter
• Geschäftsreisen (Flug, Bahn, Mietwagen und Taxi)

 

16.292

20.605

17.356

15.130

9.787

Gesamtemissionen aus Scope 1, 2 und 3

28.959

(location-based)

21.284

(market-based)

34.319
(location-based)

32.975
(market-based)

32.289
(location-based)

23.847
(market-based)

29.559
(location-based)

20.973
(market-based)

24.104
(location-based)

15.520
(market-based)

Bei der Ermittlung des CO2-Fußabdrucks haben wir uns an den Kriterien und Definitionen der Sustainability Reporting Guidelines (Standards) der Global Reporting Initiative (GRI) orientiert. Die Datenerhebung erfolgte auf Basis von internen Richtlinien. Darüber hinaus haben wir uns bei der Berechnung unseres CO2-Fußabdrucks sowie ausgewählter Daten zu indirekten CO2-Emissionen (Scope 3) an folgenden Standards orientiert: dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol – Corporate Accounting and Reporting Standard, dem Corporate Value Chain Accounting and Reporting Protocol des World Resources Institute (WRI) sowie am World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Einbezogen in den CO2-Fußabdruck wurden grundsätzlich alle eigenen Standorte und Mitarbeiter der ProSiebenSat.1 Group.

*Energieverbräuche der Produktionsstudios und Rechenzentren außerhalb der Standorte Unterföhring und Berlin sind nicht enthalten

Scope 1: Die direkten Emissionen sind wie im Vorjahr überwiegend auf den Ausstoß der Dienstwagenflotte von ProSiebenSat.1 zurückzuführen.

Scope 2: Der deutliche Rückgang der indirekten energiebezogenen Emissionen (market-based) im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Bezug von Ökostrom am Standort Unterföhring zurückzuführen.

Scope 3: Geschäftsreisen sowie der Pendelverkehr der Mitarbeiter machen den Großteil der erfassten Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen aus.