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ÜBERSICHT

Charlotte Potts
»WIR WOLLEN NACHRICHTEN NEU DENKEN«
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Fremdkapital
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FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND FÄLLIGKEITSPROFIL
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ProSiebenSat.1 nutzt verschiedene Finanzierungsinstrumente und hatte im Juli 2025 sowohl einen Großteil der Term Loans als auch der revolvierenden Kreditfazilität bis 2029 verlängert. Die Verlängerung sollte im September 2025 in Kraft treten, sofern kein Kontrollwechsel („Change-of-Control“) eintritt.

MFE-MEDIAFOREUROPE N.V. („MFE“) hält mit Abschluss des Übernahmeangebots 75,6 Prozent der Stimmrechte an der ProSiebenSat.1 Media SE. Mit dem damit eingetretenen Kontrollwechsel wurde in den Finanzierungsverträgen ein Kündigungsrecht ausgelöst; die Gläubiger haben größtenteils von diesem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht. Im Zuge des Übernahmeangebots stellte MFE ein Finanzierungspaket mit mehreren Komponenten von insgesamt 2.100 Mio Euro zur Verfügung, um kontrollwechselbedingte Kündigungen abzusichern. Zur Umsetzung dieses Finanzierungspakets unterzeichnete die ProSiebenSat.1 Media SE am 7. November 2025 einen Darlehensvertrag mit einem internationalen Bankenkonsortium. Dieses neue Finanzierungspaket umfasst eine Darlehenstranche (Term Loan) über 1.400 Mio Euro mit einer Laufzeit bis September 2030 sowie eine revolvierende Kreditfazilität über 400 Mio Euro und ebenfalls einer Laufzeit bis September 2030. Daneben umfasst das Finanzierungspaket eine Brückenfazilität über 300 Mio Euro, deren anfängliche Laufzeit bis September 2026 reicht und die eine Option auf Verlängerung bis September 2027 beinhaltet. Die Darlehenstranche sieht beginnend ab dem 16. März 2027 halbjährliche Tilgungen von 70 Mio Euro vor. Die drei Finanzierungskomponenten verpflichten die ProSiebenSat.1 Media SE zur Einhaltung einer marktüblichen Finanzkennzahl (Financial Covenant).

Vor diesem Hintergrund ist die Finanzierung – auch nach dem Kontrollwechsel – weiterhin stabil gewährleistet. Zudem hat ProSiebenSat.1 am 1. Oktober 2025 planmäßig Schuldscheindarlehen in Höhe von 226 Mio Euro zurückgeführt.

FINANZIELLE ZIELVORGABEN

Die ProSiebenSat.1 Group fokussiert im Rahmen ihrer auf den drei Säulen Entertainment, Dating und Commerce & Ventures basierenden Strategie auf nachhaltiges und profitables Wachstum. Operative Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und die Nutzung externer Finanzierungsmittel gehören dabei zum Finanzierungsmix.

Eine wichtige Orientierungsgröße für die korrespondierende Finanzplanung ist der Verschuldungsgrad des Konzerns (Leverage-Faktor). Er gibt die Höhe der Netto-Finanzverschuldung im Verhältnis zum sogenannten LTM adjusted EBITDA an – das um Sondereffekte bereinigten EBITDA, das die ProSiebenSat.1 Group in den jeweils letzten zwölf Monaten realisiert hat (LTM = last twelve months). Zielgröße für das Jahr 2025 für das Verhältnis der Netto-Finanzverschulung zum LTM adjusted EBITDA ist ein Wert von 3,0x bis 3,5x.

Gleichzeitig verfolgt die ProSiebenSat.1 Group eine attraktive Dividendenpolitik für ihre Aktionär:innen und hat auch hier klare Zielvorgaben definiert. Ziel ist die Ausschüttung einer Dividende von 25 bis 50 Prozent bezogen auf den bereinigten Konzernjahresüberschuss (Group adjusted net income).

Ein weiteres wesentliches Element der finanziellen Zielvorgaben im Rahmen der Wachstumsstrategie der ProSiebenSat.1 Group ist die mittelfristige Erreichung des P7S1 ROCE1) (Return on Capital Employed) von ca. 11 Prozent. Dabei bezeichnet der P7S1 ROCE das Verhältnis des adjusted EBIT des Konzerns zum eingesetzten Kapital des Konzerns.

1) Definition siehe Seite 91 des Geschäftsberichts 2024

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