Übergeordnetes Ziel der Gruppe ist es, eine attraktive Gesamtaktienrendite für seine Aktionäre zu erzielen. 
Der Konzern zielt hierbei auf eine Maximierung der Aktienrendite entlang verschiedener Komponenten, die neben einer attraktiven Dividendenrendite insbesondere eine Steigerung des Ergebniswachstums beinhaltet. So beabsichtigt der Konzern, erstmals für das Geschäftsjahr 2018 (zahlbar im Jahr 2019), 50 Prozent des bereinigten Konzernjahresüberschusses als Dividende auszuschütten (zuvor: 80 bis 90%). Die damit freiwerdenden Mittel wird ProSiebenSat.1 vorrangig für ergebnissteigernde Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum verwenden.

Gleichzeitig halten wir am Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 für den Verschuldungsgrad fest. Diese Kennzahl setzt die Netto-Finanzverschuldung in Relation zum bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate (LTM adjusted EBITDA) und ist eine zentrale Steuerungsgröße unserer konzernweiten Finanzplanung. Da M&A-Aktivitäten nicht exakt vorhersehbar sind, können auch diese den Verschuldungsgrad temporär sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Der Ausschüttungspolitik entsprechend, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von 50 Prozent des adjusted net income bzw. von 0,49 Euro je Aktie vor. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 3,6 Prozent bezogen auf den Schlusskurs der ProSiebenSat.1-Aktie zum Jahresende 2020. 

 

 

 

Dividendenstichtag ist der Tag der Hauptversammlung. Dividendenberechtigt sind somit alle Stammaktionäre, die an diesem Tag ProSiebenSat.1-Aktien halten. 

Dividende für das Geschäftsjahr 2020 – Zeitplan

04.03.2021

Dividendenvorschlag (Bilanzpressekonferenz)

01.06.2021

Dividendenbeschluss (Hauptversammlung)

02.06.2021

Notierung ex. Dividende

07.06.2021

Dividendenzahlung

5-Jahres-Übersicht zur Dividende

In Euro

2019 2018 2017

2016

2015

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

Anzahl Aktien in Mio.1

233,0

233,0

233,0

233,0

218,8

Bereinigtes Ergebnis je Aktie

1,71

2,36

2,402

2,472

2,19

Dividende je dividendenberechtigter Stammaktie

0,04

1,19

1,93

1,90

1,80

Ausschüttung in Mio3

04

269

442

435

386

Auschüttungsquote

0

~50%

80,3%

84,7%

82,6%

Ex Dividenden Datum

-

13.06.2019

17.05.2018

15.05.2017

01.07.2016

1 Das Grundkapital der ProSiebenSat.1 Media SE beträgt 233.000.000,00 Euro inkl. eigener Aktien; es hat sich aufgrund einer Kapitalerhöhung mit Wirkung zum 7. November 2016 von 218.797.200,00 Euro auf nominal 233.000.000,00 Euro erhöht. Dabei hat ProSiebenSat.1 das genehmigte Kapital der Gesellschaft teilweise ausgenutzt und 14.202.800 neue, auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Bereits am 16. August 2013 wurden die damals bestehenden 109.398.600 Inhaber-Vorzugsaktien in auf den Namen lautenden Stammaktien umgewandelt, sodass das damalige Grundkapital von 218.797.200,00 Euro in 218.797.200 auf den Namen lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie bestand. Heute sind sämtliche (233.000.000) Namens-Stammaktien der Gesellschaft handelbar, d.h. sowohl die ehemals nicht börsennotierten Namens-Stammaktien als auch die aus der Umwandlung der Inhaber-Vorzugsaktien hervorgegangenen Namens-Stammaktien. Bis zum 16. August 2013 waren nur die bisherigen Inhaber-Vorzugsaktien der Gesellschaft börsennotiert.

2 Für das Geschäftsjahr 2017 wurde das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus Basis des bereinigten Konzernüberschusses (adjusted net income) aus fortgeführten Aktivitäten ermittelt. Aus Vergleichsgründen wurde der Vorjahreswert 2016 ensprechend angepasst (zuvor: 2,37 Euro). Weitere Angaben zur Rechnungslegung sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthält der Geschäftsbericht im Kapitel Strategie und Steuerungssystem.

 Die ProSiebenSat.1 Media SE hielt zum Zeitpunkt der Hauptversammlung eigene Vorzugsaktien. Von der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar gehaltene eigene Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.

4 Die Aktionäre der ProSiebenSat.1 Media SE haben auf der Hauptversammlung am 10. Juni 2020 dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats zugestimmt, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Diese Maßnahme war Teiö eines stringenten Finanzmanagements in einem COVID-19-geprägten Umfeld. Dadurch hat sich der Konzern eine zusätzliche Liquidität von 192 Millionen Euro gesichert, die ursprünglich für die Dividendenausschüttung vorgesehen war.