Der Konzernumsatz von ProSiebenSat.1 lag im ersten Halbjahr 2026 bei 1.544 Mio Euro, im Vergleich zu 1.695 Mio Euro im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2026 lag der Konzernumsatz bei 768 Mio Euro gegenüber 840 Mio Euro im zweiten Quartal 2025. Auf organischer Basis belief sich der Umsatzrückgang in einem herausfordernden Konjunktur- und Werbemarktumfeld jeweils auf 2 Prozent.
Das EBITDA von ProSiebenSat.1 stieg wie erwartet signifikant und verbesserte sich im ersten Halbjahr 2026 um 152 Mio Euro. Im zweiten Quartal 2026 lag die Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal bei 102 Mio Euro. Nachdem das EBITDA im Vorjahreszeitraum negativ ausgefallen war, kehrte es infolge des erheblichen Kostenrückgangs nun wieder in den positiven Bereich zurück.
ProSiebenSat.1 erreichte im ersten Halbjahr 2026 monatlich rund 76 Prozent der Menschen in Deutschland. Dies entspricht einer Gesamtreichweite (P7S1 total video reach) von durchschnittlich rund 60 MillionenMenschen. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 77 Prozent oder 61 Millionen Menschen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht dabei der Erwartung und reflektiert die Reichweite der TV-Sender, die durch die Übertragung der Olympischen Winterspiele und der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft beeinträchtigt war. Ohne Berücksichtigung des Olympia- und WM-Zeitraums lag der Marktanteil auf Halbjahressicht jedoch auf Vorjahresniveau.
ProSiebenSat.1 rechnet für das Geschäftsjahr 2026 in einem volatilen Konjunkturumfeld weiterhin mit einem leichten Wachstum des Konzernumsatzes auf organischer Basis. Zudem erwartet der Konzern einen hohen Anstieg des EBITDA. Die Zielbandbreite für den Verschuldungsgrad liegt zum Jahresende unverändert bei 3,0x bis 3,5x. Dabei soll die Entwicklung der Netto-Finanzverschuldung im Vergleich zum Jahresende 2025 stabil sein.
Nach einem Rückgang von 8 Prozent im ersten Quartal 2026 lag der Außenumsatz des Segments Entertainment von ProSiebenSat.1 im ersten Halbjahr um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert und betrug 952 Mio Euro. Dabei sanken die Werbeumsätze um 9 Prozent, was den branchenweiten Rückgang der Investitionen in TV-Werbung in Deutschland reflektiert. Dies ist sowohl auf konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren zurückzuführen. Zudem wirkte sich wie erwartet die Übertragung großer Sportereignisse bei konkurrierenden Anbietern und insbesondere die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft aus.